© Faroqhi | Peretz. 2019 Berlin.

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Warten

Anna Faroqhi

Der Filmessay beschreibt eine Woche in Israel unmittelbar nach dem Ausbruch des Irak-Krieges. Die Kamera führt durch die Straßen von Tel Aviv und zeigt die Normalität des Alltagslebens am Vorabend des Krieges. Gleichzeitig liest die Stimmer der Erzählerin aus persönlichen Reiseaufzeichungen über Freunde, den Lebenspartner und die anhaltende Bedrohung.

 

„Der Film Warten wurde in einer Woche im Frühjahr 2003 in Tel Aviv gedreht, während die Welt auf den Krieg gegen den Irak wartete, angeführt von der sogenannten "Koalition der Willigen". Zu dieser Zeit wusste niemand, in welchem ​​Ausmaß sich dieser Krieg auf die Welt außerhalb des Irak auswirken würde. Der Film zeigt den Alltag auf den Straßen von Tel Aviv. Man sieht Bilder von Immigranten, die auf der Straße auf einen Gelegenheitsjob auf dem Bau oder auf den Feldern für ein paar Tage oder sogar für ein paar Stunden warten; von Kindern, die mit Gasmasken in den Kindergarten gehen; von Menschen, die vor der ukrainischen Botschaft Schlange stehen und auf Einreisevisa für ihre alten Heimatländer hoffen, ankommen aus einem Land, das sein Versprechen einer neuen Heimat nicht erfüllen konnte. Die Bilder werden von persönlichen Texten eines fiktiven Tagebuchs begleitet, die keinen direkten Kommentar zu den dokumentarischen Filmmaterialien enthält, eher eine parallele Erzählung. Die Erzählerin der Texte, eine Deutsche, wartet auf ihren israelischen Freund in Tel Aviv. Während sie auf ihn wartet, wartet die Welt auf den Krieg. Die Erzählerin beobachtet den Alltag in der Stadt, trifft Freunde und Bekannte. Sie möchte herausfinden, wie man in einem Land lebt, in dem sich der permanente Ausnahmezustand befindet.“ (Faroqhi)

Links

www.ithaca.edu

 

 

Regie, Sprecherin Anna Faroqhi Kamera Ron Rotem Musik Yshai Kalmanovitch Schnitt Anna Faroqhi
Produktion Anna Faroqhi Filmproduktion, Berlin Produktionsjahr 2003 Format miniDV, 1:1,33 Länge 52 Min