© Faroqhi | Peretz. 2019 Berlin.

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Translations

Multi-Media Installation, verschiedene Formate, 2017

 

Anna Faroqhi & Haim Peretz

in Zusammenarbeit mit Mohammad Stas 

 

 

Die Arbeit stellt gegenwärtige Geschichten von Flucht und Vertreibung in den Mittelpunkt. Erinnerungen geflüchteter Menschen an einzelne Stationen ihres Weges werden mittels Video, Fotografie, Musik, Text und Zeichnung in andere Erzählweisen übertragen, die den emotionalen Eindrücken und Sehnsüchten sowie traumatischen Erlebnissen eine neue ästhetische Form verleihen. An diesem künstlerischen Übersetzungsprozess nehmen unterschiedliche Akteur*innen teil, die den Fluchtprozess nachempfinden, indem sie Szenen zeichnerisch und filmisch umsetzen, als Sprecher*innen in die Rolle der geflüchteten Protagonist*innen schlüpfen oder die Fluchtgeschichte in Liedform aufführen. Durch diesen künstlerischen Transfer werden neue Perspektiven und Details erkennbar, die unerwartete Facetten von Fluchterfahrungen offenlegen.

 

Ausstellung Galerie im Saalbau Neukölln, Berlin, 18. November 2017 - 14. Januar 2018

 

Filmvorführung in Galerie

Donnerstag, 21. Dezember 2017, 12-14 Uhr  

Schüler*innen der Konrad-Agahd-Grundschule führen durch ein selbst kuratiertes Programm.

 

Workshops und Führungen mit verschiedenen Akteuren

Die Arbeit besteht aus folgenden Video-Installationen

Aufzeichnen und Erinnern, 3-Kanal-Videoinstallation basierend auf drei Erzählungen, 2017

Jacobs strapaziöse Flucht aus Eritrea dauerte 5 Jahre. Erst in Rackwitz bei Leipzig konnte er sich ein Leben aufbauen. Er selbst singt die Geschichte der Flucht aus Eritrea und begleitet sich auf der traditionellen Krar.

Zeynab und Amin aus dem Iran fotografierten auf ihrem Fluchtweg. Von den gefährlichen Stationen wie Grenzübergang und Reise über das Mittelmeer gibt es keine Fotos.

Die Familie Mottaweh floh aus Syrien. Die Kinder erzählen und übersetzen für ihren Vater. Sie haben Zeichnungen von ihrem Fluchtweg gemacht.

Familie, 2017

Die Gemälde von Angelika Schneider-von Maydell beziehen sich auf die Videoinstallation „Aufzeichnen und Erinnern“. Das Porträt zeigt die Familie von Zeynab und Amin.

Lana, 2017

Lana, ihr Mann Didar und ihr Sohn Layad flohen aus dem kurdischen Teil des Irak. Auf der Flucht wurde ihr Handy mit allen Bildern gestohlen. 

Lanas Geschichte, 2017

Animationsfilm mit Zeichnungen von Schüler*innen der Konrad-Agahd-Grundschule. Der Film gibt der Familie die gestohlenen Bilder zurück.

 

Mustafa, 2017

Mustafa aus Aleppo, Syrien, floh vor Folter und Kriegsdienst. Er erzählt seine Geschichte in der Wohnung eines Freundes in Delitzsch bei Leipzig. 

Mark Waschke liest Mustafas Geschichte, 2017

Der Schauspieler Mark Waschke liest die Geschichte Mustafas in einem Raum der Galerie im Saalbau Neukölln.

 

Hanin, 2017

Von Hanin, die während des Gesprächs nicht im Bild zu sehen sein möchte, sieht man die Hände, die zeichnen, sowie ihre spielende Tochter. 

Ruth Rosenfeld interpretiert Hanins Geschichte, 2017 

Die Sängerin und Schauspielerin Ruth Rosenfeld interpretiert Hanins Geschichte in einem Tondokument.

Sehen Sie sich den Projektkatalog unten an oder klicken Sie hier, um ihn herunterzuladen.